A

Abkürzung Um Platz und Zeit zu sparen, werden häufig vorkommende Wörter und Namen (von Institutionen oder Zeitschriften) abgekürzt. Jede Fachsprache benutzt eine Reihe von Abkürzungen und dazugehörigen Verzeichnissen.

Eine besondere Form der Abkürzung ist das Akronym.

Abstract Der Abstract ist eine kurze Inhaltsangabe.

Akronym Das Akronym ist eine Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter, z.B. RAK für „Regeln für die alphabetische Katalogisierung“.

B

Bestand Alle Medien, die eine Bibliothek zur Nutzung zur Verfügung stellt, nennt man Bestand.

Bibliographie Eine Bibliographie ist ein Literaturverzeichnis.
Näheres siehe im Abschnitt Bibliographien

F

formale Angaben In der Formalerschließung werden formale Angaben unverändert aus einem Medium entnommen und geordnet, u.a. Verfasser, Sachtitel, Zusatz zum Sachtitel (Untertitel), Impressum. Welche Angaben wie entnommen werden, ist in Regelwerken festgelegt. In Deutschland werden jetzt die RAK-WB (Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken) benutzt und früher die PI (Preußische Instruktionen, Instruktionen für die alphabetische Katalogisierung der preußischen Bibliotheken).

Mehr dazu steht in den Aushängen über den alphabetischen Zettelkatalogen

formale Suche Die formale Suche ist die Suche nach einem bestimmten Medium mit bekannten formalen Angaben.
Siehe OPAC 01 ff

I

inhaltliche Suche siehe thematische Suche

K

Katalog Ein Katalog ist ein Verzeichnis. Bibliothekskataloge sind Bestandsverzeichnisse.

Klassifikation siehe Systematik

L

laufende Nummer Die Vergabe einer laufenden Nummer (lateinisch: numerus currens) ist die beliebteste Methode, Medien, die das gleiche Thema haben und damit in der gleichen Klasse der Aufstellungssystematik stehen, in der Signatur voneinander zu unterscheiden (Individualsignatur). Man sollte am Regal von den höheren Nummern - den neueren Medien - zu den niedrigen suchen.

N

Notation Der Name (oder „die Benennung“) einer Klasse wird codiert. Dieser Code (oder „diese Bezeichnung“) heißt Notation.
Näheres siehe DIN 2330 und DIN 32705.

Beispiel: SyKa 05 f

numerus currens siehe laufende Nummer

R

Register Ein Register ist ein alphabetisches Verzeichnis von (wichtigen) Begriffen, die in einem Buch oder einer Systematik benutzt werden.

S

sachliche Suche siehe thematische Suche

Schlagwort Schlagwörter beschreiben den Inhalt eines Mediums. Sie können im Sachtitel des Mediums vorkommen, müssen dies aber nicht. Sie werden Wortlisten entnommen und entsprechend einem Regelwerk gebildet und angewendet. In Deutschland heißt das verbreitetste Regelwerk RSWK (Regeln für den Schlagwortkatalog). - Bei der Schlagwortsuche kennt man häufig nicht das Schlagwort, das für den gesuchten Sachverhalt vergeben wurde. Außerdem sind nicht immer alle nachgewiesenen Medien auch verschlagwortet. Das Rechercheergebnis kann häufig durch eine zweite Suche mit Stichwörtern verbessert werden.

Beispiel: OPAC 05

Übung „Vom Stichwort zum Schlagwort“ Zugang LISA 00

selbständig Die meisten Bibliothekskataloge weisen nur bibliographisch selbständige Literatur nach: Bücher, ganze Zeitschriftenjahrgänge, Sammelwerke. Die einzelnen Aufsätze, Vorträge und Beiträge heißen bibliographisch unselbständige Literatur. Diese ist nicht in Katalogen, aber in Bibliographien zu finden.

Beispiel: Abschnitt Zeitschriften

Signatur Die Signatur oder Standortnummer nennt den Standort des Buches innerhalb der Bibliothek. Sie wird meistens aus Buchstaben und Zahlen gebildet und findet sich im Buch, auf dem Buchrücken, auf Katalogkarten (oben rechts) und am Ende von OPAC-Datensätzen.

Eine Gruppensignatur wird gebildet aus der Notation, einer laufenden Nummer und gegebenenfalls Band-, Auflagen- und Exemplarbezeichnung.

Beispiel: Abschnitt Aufstellung

Standort

Der Standort eines Buches ist die Stelle im Bibliotheksregal, an der es steht. Er wird durch die Signatur bezeichnet. In unserer Bibliothek gibt es zwei Systematische Kataloge:

Der Standortkatalog gibt die Regalordnung wieder und ist bei uns ein standortgebundener Systematischer Katalog. Er ist ein Verwaltungskatalog für die Revision (Inventur) und für die Recherche eher uninteressant. - Ein Buch kann immer nur einen Standort haben, auch wenn es mehrere Themen behandelt.

Daher wurde bibliothekswissenschaftliche Literatur bei uns zusätzlich und bei Bedarf mehrfach im standortfreien (oder standortungebundenen) Systematischen Katalog (SyKa) nachgewiesen.


Stichwort Stichwörter sind alle Wörter aus den formalen Angaben des Sachtitels und des Zusatzes zum Sachtitel, nach freierer Definition auch aus anderen formalen Angaben. - Stichwörter sind nur in genau der Form suchbar, in der sie in der Vorlage stehen. Man erweitert eine thematische Suche mit Stichwörtern durch Trunkierung und Synonyme (sinnverwandte Wörter) und, wenn möglich, durch eine zweite Suche mit Schlagwörtern.

Beispiel: OPAC 05

Übung „Vom Stichwort zum Schlagwort“ Zugang LISA 00

Systematik Neben der verbalen Inhaltserschließung (Schlagwort) gibt es in Bibliotheken auch die klassifikatorische Inhaltserschließung des Bestandes. Die zugrundeliegende Systematik (oder „Klassifikation“) ordnet die Medien nach ihrem Inhalt in ein System eines Wissenschaftsgebietes (Fachsystematik) oder aller Wissensgebiete (Universalklassifikation) ein. Diese Zuordnung erfolgt mit der Aufstellungssystematik standortgebunden oder - bei uns mit dem Systematischen Katalog - standortungebunden.

systematisch siehe Systematik

T

thematische Suche Die thematische oder inhaltliche oder sachliche Suche prüft, ob zu einem bestimmten Thema Medien in der Bibliothek vorhanden sind. Man sucht verbal (Schlagwort) und/oder klassifikatorisch (Systematik).

Übung: OPAC 08 ff

Trunkierung Eine Suche im OPAC wird erweitert, indem der Suchbegriff trunkiert wird. Dabei wird ein Wortstamm eingegeben, und alle möglichen Endungen werden durch ein Trunkierungszeichen (OPAC: ?  ,  LISA: $  ) ersetzt.

Beispiel: OPAC 09

U

unselbständig siehe selbständig